Verabschiedung von Prof. OStr. Heinz Schurig
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An der letzten Jahreshauptversammlung der IKFA in Rüthi wurde Prof. Heinz Schurig von der IKFA verabschiedet. Er war bereits bei der Gründung der Organisation dabei und seit dieser Zeit im Ausschuss als Vertreter des Vorarlberger Fischereiverbandes vertreten. Er hat in den letzten Jahren die Arbeit der Organisation sehr aktiv mitgestaltet. Besonders sein Einsatz für die Regenbogenforelle ist allen bestens in Erinnerung. Die Rheintaler Vereine auf Schweizer Seite des Rheins dankten ihm in Form eines Stiches, der die Illmündung im 19. Jahrhundert zeigte. Eine Fischerskulptur aus Bronze wurde ihm zusätzlich von IKFA-Präsident Günter Feuerstein überreicht, um ihn daran zu erinnern, dass er nun -in fischereilicher "Pension"- mehr Zeit als aktiver Fischer am Wasser verbringen sollte. Auf Vorschlag von Willi Lüchinger, Präsident des FV Rüthi, wurde Prof. Heinz Schurig von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt. |
Ein Rückblick über sein Schaffen von Gernot Grabher:

Prof. Heinz Schurig an seinem Schreibtisch, an dem er wohl tausende Seiten schrieb und redigierte. (Foto G. Grabher)
Mit Präsident Schurig ging ein Beharrlicher
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Ein paar Dankesworte, ein
Händedruck, |
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Das in unserer schnelllebigen Zeit übliche „Das war's dann" ist auch Prof. Heinz Schurig nicht erspart geblieben. Die Kontur seines Lebenswerkes für die Fischerei aber wird noch lange nicht unscharf werden. Zu sehr trägt seit der Nachkriegszeit eine Ära seinen Stempel, in der einst belächelte „Wurmbader" durch ihren Einsatz für Kreatur und Umwelt gesellschaftliche Anerkennung erwarben. Ein Gutteil des Ansehens ist Prof. Schurig zu verdanken, der mit oft genug unverstandener Beharrlichkeit für die Fischerei warb. Landesrat Ing. Erich Schwärzler hatte ihm treffend bescheinigt: „Er war ein ehrlicher Kämpfer für die Fischerei." Schurig setzte seinen Fuß ans Wasser, als noch französische Besatzer Handgranaten in Vorarlberger Bäche warfen, wenn die Fische gerade nicht beißen wollten. 1948 trat er als junger Lehrer dem Fischereiverein Feldkirch bei, das nächste Jahr sah ihn bereits mit dem Amt des Schriftführers betraut. Von 1962 bis 1995 und damit 33 - in Worten dreiunddreißig - Jahre führte er als Obmann den Verein, der Schurig einen ansehnlichen Besitzstand verdankt. Nicht nur Zuchtanlage und Fischerheim gehen auf seine Initiative zurück, auch dass Baggerseen in Brederis und Gisingen sowie das Rhein-Revier 6 grundbücherlich dem FV Feldkirch gehören, ist Schurig zu verdanken. Ein Pionier Schurig blickte in vielen Dingen voraus, blieb auch trotz manchmal kritischer Zurufe auf dem Weg zu Zielen, die er sich gesteckt hatte. 1965 organisierte er die ersten Ufersäuberungsaktionen durch Fischer, die Renaturierung der Baggerseen in Brederis trug dem FV Feldkirch 1984 den Österreichischen Umweltpreis ein. In den Jahren 1990 bis 1994 exponierte sich Präsident Schurig gegen den Bau einer Kraftwerkskette im Alpenrhein, die den alten Zugweg der Rheinlanken für immer unterbrochen hätte. 1986 verlieh das Land Vorarlberg den Natur- und Umweltschutzpreis an Prof. Schurig. Schon 1954 führte sein Verein auf Schurigs Drängen erstmals in Vorarlberg das Führen von Fangstatistiken ein. Unermüdlich drängte er auf Fischerprüfungen, schuf als Initiator und Mitverfasser des „Vorarlberger Fischerhandbuches" eine Grundlage, um die wir ringsum beneidet werden. Jahre arbeitete Schurig intensiv am nun geltenden Binnenfischereigesetz mit, verhinderte einiges Ungemach in der Fischereiverordnung. Ein Werbemann Prof. Schurig hatte früh den Wert der Öffentlichkeitsarbeit erkannt. 1972 organisierte er aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums der Feldkircher mit seinen Mannen im Verein eine Großausstellung in der Stadthalle. „Gesunde Gewässer - Lebende Fische" zeigte tausenden Besuchern Vorarlbergs Fischfauna in vierzig Aquarien, ehe die ganze Ausstellung von der Wiener Messe übernommen wurde. Schurig war es wieder, der keine Anstrengung scheute, bis die Sonderschau „Im Reich der Fische" auf der Dornbirner Frühjahrsmesse 1999 zustande kam, die 80.000 Besucher erzielte. Sehurig, der sich stets um gute Zusammenarbeit mit den Medien bemühte, gründete 1972 die Zeitschrift „Jagd und Fischerei", war gesamtverantwortlich und leitet den Fischereiteil bis heute. Dies sind nur einige Schlaglichter aus Prof. Heinz Schurigs Arbeit für das Fischereiwesen, die er wohlgemerkt neben seinem Beruf als Pädagoge in der Lehrerausbildung und anderen Tätigkeiten für die Gesellschaft leistete. Idealismus lässt sich bekanntlich schlecht in Zahlen messen. Aber Näherungsrechnungen mögen doch mehr illustrativ als mathematisch korrekt eine Lebensleistung aufzeigen. Angenommen, Schurig hätte seit 1948 und damit 53 Jahre durchschnittlich jährlich an 20 Sitzungen und Besprechungen teilgenommen, ergibt dies 1060 Abende, an denen er nicht daheim bei der Familie war. Angenommen, Schurig hätte seit 1972 jährlich sechsmal 32 Seiten der Verbandszeitung „produziert", ergibt dies 5760 Seiten, die er schrieb, redigierte und gestaltete. Fischerhut ab! Gernot Grabher |